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448 JOHANNES SCHNEIDER honore di Dio et di epsa beata vergi– ne. Et cosi determinato, fu celebrato da tucta la corte romana l' officio et messa de mortj, la quale celebrata con hymni et laude et soni di trom– be et solenne iubilatione presono el feretro dove diaceva el sancto corpo processionalmente tuctj ritornando drento alla citta con grande honore lo sepellirono nella chiesa di Sancto Giorgio. Ad laude et gloria di Jesu Christo. sich um der groBeren Ehre Gottes und die– ser seligen Jungfrau willen mehr Zeit lassen. Nachdem man dies so beschlossen hatte, wurde von der ganzen Romischen Kurie das Offizium und die Messe von den Verstorbe– nen gefeiert. Als sie diese mit Hymnen, Lobgesangen, Trompetenklang und fesdi– chem Jubel gefeiert hatten, nahmen sie die Bahre, auf der der heilige Leichnam lag, kehrten alle in Prozession in die Stadt zu– rück und bestatteten ihn mit grofsen Ehren in der Kirche von San Giorgio. Zum Lob und zum RuhmJesu Christi. Mariano stellt jedoch keine deutende Verbindung zu Maria oder deren Be– grabnis her. Der wesentliche Vergleichspunkt zwischen den Begrabnissen von Maria und Klara ist für ihn nur: beide ,,waren überaus feierlich" (furono solenis– sime: Nr. 187). Zusammenfassung Das Ergebnis der Untersuchung zu dem vielversprechenden Thema ,,Wie die heilige Klara manche Gleichformigkeit mit der Jungfrau Maria hatte" mag gewis– sermaísen enttauschen. Die Bedeutung von Marianos Klara-Buch liegt in seiner erzahlenden, pastoral und spirituell orientierten Geschichtsschreibung. Als Theo– loge oder Mariologe tritt er - trotz seines sprechenden Ordensnamens Marianus (= der Marianische) - nicht hervor. Wie im Laufe der Studie ófter gezeigt wurde, scheint Mariano zwar die einschlagigen Quellen zu Klara zu kennen und zur Hand zu haben, vor allem - erstmalig mit oder nach Sr. Battista Alfani - den Heiligsprechungsprozess, aber er wertet sie für sein selbst gestelltes Thema bei weitem nicht so aus, wie sie es mühelos anbieten würden. Lieber, und das ist ein wenig ratselhaft, greift er zurück auf narrative, apokryphe und gleichzeitig volks– nahe Legenden zu Geburt und Tod Mariens, um von da aus oft rein auíserliche und nicht selten gezwungene Parallelen zu Klara zu ziehen. Vielleicht ist es gerade das von den Apokryphen verwendete narrative Genus, das dem Autor für seine Darstellung und die angesprochenen Leserinnen am meisten entspricht. Hatte er sich doch auf Drangen der gottgeweihten J ungfrauen verpflichtet, per loro hedifi-

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